Graz Museum

Die Stadt als Datenfeld. Wie wir in Zukunft leben wollen

Website
#Digitale Lebenswelten    Bildende Kunst Community
Termine

Die Pandemie markiert den Beginn einer Zwischenzeit. In unserer Antwort auf die Naturkatastrophe werden Widersprüche der vierten industriellen Revolution unübersehbar. Das Verschwinden des alten „Normal“ in „Social Distancing“ und beschleunigtem Strukturwandel macht den Blick frei für neue Chancen. Wir können entscheiden, in welcher Haltung wir nun der Zukunft begegnen wollen: Passiv-unterwürfig oder aktiv-entwerfend?

Die Festivalausstellung „Die Stadt als Datenfeld. Wie wir in Zukunft leben wollen.“ stellt die Frage, wie es dem/der Einzelnen und der Gesellschaft mit globaler Vernetzung, „Big Data“ und dem „Navigieren durch Daten“, geht. „Zuerst machen wir Daten, dann machen sie uns“ – welche Möglichkeiten zur „Menschwerdung“ (Flusser) werden durch Technik eröffnet, worauf gilt es zu achten?

Graz Museum Die Stadt als Datenfeld Keyvisual
(c) BUERO41A

Die Erzählung von „Die Stadt als Datenfeld. Wie wir in Zukunft leben wollen“ folgt Bildern des Technikphilosophen Vilém Flusser und seinem Plädoyer für ein Zugehen auf das „Entwerfen von Schicksal“ und das Wagen von Utopie als spielerisches Prüfen alternativer Möglichkeiten eines „aufrechten“ Lebens als Antwort auf die Krise. Das neu zu gestaltende „Wir“ könnte nach Flusser “nicht länger Werten unterworfen, sondern sie komponierend“ sein.

Flussers visionärer Hintergrund bietet die Bühne für die Thematisierung des Konfliktes zwischen Effizienz und Optimierung versus persönlicher und kollektiver Freiheit der Entscheidung. „Die Stadt als Datenfeld. Wie wir in Zukunft leben wollen“ handelt vom Vordringen datengetriebener automatischer Steuerungen in immer intimere persönliche Lebensbereiche.

Graz Museum Die Stadt als Datenfeld Keyvisual
Graz Museum Die Stadt als Datenfeld Keyvisual
(c) BUERO41A

Ob „Smart City“, „Smart Home“, Partnerwahl und Familienplanung, Körperimplantat oder Kindererziehung – die Allgegenwärtigkeit von Datensteuerungen in öffentlichen und privaten Produkten und Dienstleistungen im postdigitalen Zeitalter der Industrialisierung 4.0 verlangt eine Besinnung auf die Ziele, die uns leiten.

Diese Geschichte unserer Geschichte begegnet dem Publikum in drei performativen und zur widerholten aktiven Teilnahme einladenden Formaten:

1. Festival- und Erlebnisausstellung in zehn Themenräumen im Erdgeschoss und 2. Stock des Graz Museum – mit hochrangigen internationalen Kunstwerken, historischen Technikobjekten und Themeninstallationen

 

Graz Museum Die Stadt als Datenfeld Keyvisual
Die Stadt als Datenfeld Sujets
(c) BÜRO41A

2. Zehnwöchiges Diskursfestival zu den Themen der Ausstellungsräume, teilweise im Graz Museum und Graz Museum Schlossberg sowie an prägnanten Kulturorten mit Vorträgen zu den einzelnen Themen und Mitwirkung von Grazer Initiativen

3. Themenführungen zu wechselnden Schwerpunkten wie z.B. Datenökonomie, Privatsphäre, Sicherheit u.v.m.

4. Begleitendes und vertiefendes diskursives Webformat, das auch die Funktion eines die Ausstellung überdauernden Katalogs übernimmt.

 

Die Stadt als Datenfeld Sujets
Die Stadt als Datenfeld Sujets
(c) BÜRO41A
Scroll down
Termine
27 Mar2021

Ausstellungseröffnung "Die Stadt als Datenfeld"
10:00 // Ort: Graz Museum Lageplan googlemaps // Ausstellung

Die Ausstellung „Die Stadt als Datenfeld“  stellt die Frage, wie es dem/der Einzelnen und der Gesellschaft mit globaler Vernetzung, „Big Data“ und dem „Navigieren durch Daten“ geht. „Zuerst machen wir Daten, dann machen sie uns“ – welche Möglichkeiten zur „Menschwerdung“ (Flusser) werden durch Technik eröffnet, worauf gilt es zu achten?

Die Ausstellung ist

– beweglich, nicht statisch: sie reagiert auf Besucherinnen und Besucher und wandelt sich im Lauf der Zeit. Eine performative Ausstellung, bei der in die Widersprüchlichkeit der gestaltenden Kräfte und die Ergebnisoffenheit der Technikentwicklung hineingeführt wird (sie nicht aufgelöst werden).

– metaphorisch, ein „Bühnenstück in zehn Bildern“; sie beginnt mit Peter Weibels titelgebender Arbeit „Die Welt als Datenfeld“, in der nicht mehr nach Sternen sondern nach Daten navigiert wird, und endet dort, wo man nirgendwo sonst in Graz den Sternen so nah ist: auf dem Schloßberg, in der Nähe von Richard Kriesches ARTSAT-Scheibe mir einem Workshop zur Verabschiedung eines Manifestes: „Wie wir in Zukunft leben wollen“

– widersprüchlich; sie führt uns in Widersprüche und Erfahrungen, in Weltgefühle, aber sie strahlt nie Ohnmacht oder Dystopie aus, sondern Zuversicht; sie handelt vom aufrechten Leben, ohne konkrete Handlungsanleitungen zu geben. Gefragt wird nicht, wie ich leben will, sondern wie wir leben wollen.

– Partizipativ; das Festivalformat lädt zur aktiven Beteiligung ein

28 Mar 2021 bis 29 Aug 2021

Ausstellung "Die Stadt als Datenfeld"
// Ort: Graz Museum Lageplan googlemaps // Ausstellung

Die Ausstellung „Die Stadt als Datenfeld“  stellt die Frage, wie es dem/der Einzelnen und der Gesellschaft mit globaler Vernetzung, „Big Data“ und dem „Navigieren durch Daten“ geht. „Zuerst machen wir Daten, dann machen sie uns“ – welche Möglichkeiten zur „Menschwerdung“ (Flusser) werden durch Technik eröffnet, worauf gilt es zu achten?

Die Ausstellung ist

– beweglich, nicht statisch: sie reagiert auf Besucherinnen und Besucher und wandelt sich im Lauf der Zeit. Eine performative Ausstellung, bei der in die Widersprüchlichkeit der gestaltenden Kräfte und die Ergebnisoffenheit der Technikentwicklung hineingeführt wird (sie nicht aufgelöst werden).

– metaphorisch, ein „Bühnenstück in zehn Bildern“; sie beginnt mit Peter Weibels titelgebender Arbeit „Die Welt als Datenfeld“, in der nicht mehr nach Sternen sondern nach Daten navigiert wird, und endet dort, wo man nirgendwo sonst in Graz den Sternen so nah ist: auf dem Schloßberg, in der Nähe von Richard Kriesches ARTSAT-Scheibe mir einem Workshop zur Verabschiedung eines Manifestes: „Wie wir in Zukunft leben wollen“

– widersprüchlich; sie führt uns in Widersprüche und Erfahrungen, in Weltgefühle, aber sie strahlt nie Ohnmacht oder Dystopie aus, sondern Zuversicht; sie handelt vom aufrechten Leben, ohne konkrete Handlungsanleitungen zu geben. Gefragt wird nicht, wie ich leben will, sondern wie wir leben wollen.

– Partizipativ; das Festivalformat lädt zur aktiven Beteiligung ein

Öffnungszeiten: täglich 11.00 – 18.00

go topnach oben

Das Kulturjahr 2020 wird unterstützt von: