Grazer Kunstverein

Der Grazer Kunstverein zieht um!

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#Soziales Miteinander    Bildende Kunst Darstellende Kunst
Grazer Kunstverein
Termine

Mit diesem umfangreichen Projekt werden die Grazerinnen und Grazer das gesamte Jahr über in allen Bezirken Kunst im Alltag erleben. Das Projekt zielt darauf ab, das Verständnis zu erweitern, wo in unserer urbanen Umgebung Kultur lokalisiert sein kann und welche verschiedenen Formen des Engagements möglich sind. Nicht weniger als 20 Künstlerinnen und Künstler verlegen im Rahmen des Graz Kulturjahr 2020 den Standort des Grazer Kunstvereins spekulativ in den Stadtraum. Die temporären Veranstaltungen und Kunstprojekte sollen im öffentlichen Raum mit engem Bezug zur kulturellen Vielfalt der 17 Bezirke stattfinden.

Der Grazer Kunstverein zieht um Heikkilä Wetzelsdorf

Der zentrale Ort des Projektes ist der Grazer Kunstverein, der als Informationszentrum, Produktionsstandort, Büroraum und Atelier fungiert. Hier befindet sich das Depot, ein von Edward Clydesdale Thomson in Auftrag gegebenes System modularer Strukturen. Die modularen Elemente können zu den verschiedenen Veranstaltungsorten in der Stadt mitgenommen werden. Die Bestandteile dienen als ein Katalog temporärer Architekturen. Jeder der spekulativen Kunstvereine verkörpert eine andere Reihe von Ideen: konzeptuell, ästhetisch, performativ und formal. Dokumentiert soll das Projekt in einem Magazin in Form eines Leitfadens durch die Stadt werden.

Der Grazer Kunstverein zieht um Heikkilä Wetzelsdorf
Der Grazer Kunstverein zieht um Andritz McNulty Andritz
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Termine
01 Jan bis 31 Dec

Der Grazer Kunstverein zieht in den Botanischen Garten
// Ort: Botanischer Garten Lageplan googlemaps // Installation

Das Projekt von Edward Clydesdale Thomson plant einen Austausch von Informationen mit dem Botanischen Garten und zieht sich über das ganze Jahr. Beginnend mit einer Pinnwand, auf der Informationen über die Aktivitäten beider Institutionen ausgetauscht werden, soll eine Beziehung zwischen den Institutionen aufgebaut werden, aus der beide voneinander in einer wachsenden, produktiven und reflektiven Weise lernen können. Über dieses Projekt erfährt man, wie der botanische Garten sich im Wandel der Jahreszeiten um die Flora kümmert und welchen Einfluss dies -in einer ganzheitlichen Betrachtung darüber, wie mit KünstlerInnen Kunstwerken gearbeitet wird- auf eine Kulturinstitution haben könnte.

24 Jan

Eröffnung des Depots
19:00 // Ort: Grazer Kunstverein Depot Lageplan googlemaps // Kick-Off

Information, Dokumentation, Ausstellung, Begegnung

28 Feb

Der Grazer Kunstverein zieht in die Stadtbibliothek
18:00 // Ort: Stadtbibliothek Zanklhof Lageplan googlemaps // Lesung

Belinda Kazeem-Kamiński ist Künstlerin, künstlerische Forscherin und Autorin mit einer Praxis, die in Schwarzer feministischer Theorie und einem Interesse an der past-present-future radikaler Schwarzer Imagination gründet. Ihr laufendes Projekt „Library of Requests“ untersucht Lücken in Sammlungen von Büchern und Bibliotheken und thematisiert diese Lücken durch eine Vielfalt von Stimmen, mit der Betonung auf das Fehlende in einem gegebenen Inventar. Kazeem-Kamiński lädt in der Grazer Stadtbibliothek zur Präsentation der „Library of Requests #5“ und einer kollektiven Lesung ein.

04 Mar

Der Grazer Kunstverein zieht zum Fußballstadion
18:00 // Ort: Treffpunkt bei der Straßenbahnstation "Stadion Liebenau" Lageplan googlemaps // Lesung

Eine inszenierte Lesung von Thai Shani´s Publikation von 2019, „Our Fatal Magic“, findet zeitnah zu ihrer Ausstellung im Grazer Kunstverein statt, die am 13. März 2020 eröffnet wird. „Our Fatal Magic“ ist eine Fiktion in zwölf Prosatexten, geprägt von schreibenden Pionierinnen wie Marge Piercy, Octavia Butler und anderen. „Our Fatal Magic“ beschwört in feministischer und queerer Theorie einen intimen, erotischen und oft gewaltsamen Kritikraum herauf, in dem Genderkonstrukte destabilisiert, Alternativen der Geschichtsschreibung ermöglicht und eine post-patriarchale Zukunft vorgedacht werden. Der Ort für die kollektive Lesung von Ausschnitten aus „Our Fatal Magic“ nahe dem Fußballstadion in Liebenau erlaubt uns, diese Welten aus dem männlich- dominierten Kontext des Profifußballs zu imaginieren.

29 Apr

Der Grazer Kunstverein zieht nach Andritz
19:00 // Ort: Grazer Kunstverein Depot Lageplan googlemaps // Mobile Soundperformance

Diese Veranstaltung wurde aufgrund der aktuellen Entwicklungen verschoben. Ein neuer Termin wird bekanntgegeben.

Künstler: Dennis McNulty
Treffpunkt im Grazer Kunstverein Depot, 19.30 Uhr Abfahrt mit dem Bus am Burgring 2 beim KM- Künstlerhaus

„anginging“ ist der Titel einer Performance von Dennis McNulty. In einem Bus wird McNulty auf den Straßen des Bezirks Andritz eine improvisierte Audioarbeit mit einem Roland TB-303, der gesampelten Stimme der amerikanischen Künstlerin Nancy Holt und einer benutzerdefinierten Software namens STREAMER aufführen. In „anginging“ werden Drum-Machine-Rhythmen mit den drahtigen Spuren von 303 und Holts Stimme verwoben, die aus Boomerang, ihrer Zusammenarbeit mit Richard Serra, stammen. „anginging“ greift auf dieses klassische Werk zurück und verbindet es über benutzerdefinierte Algorithmen mit dem Erbe des 303.

27 May

Der Grazer Kunstverein in den Wald
14:00 // Ort: Grazer Kunstverein Depot Lageplan googlemaps // Wanderung

Künstlerin: Alma Heikkilä
Treffpunkt im Grazer Kunstverein Depot, 14.30 Uhr Wanderung ab Straßenbahnhaltestelle Wetzelsdorf (Nr. 7)

Was wäre, wenn der Grazer Kunstverein in einen Wald ziehen würde? Was können wir von alten Bäumen und dem Boden unter unseren Füßen lernen? Machen wir mit Alma Heikkilä einen leichten Waldspaziergang, vom Grazer Kunstverein fahren wir gemeinsam in den Bezirk Wetzelsdorf und wandern dort. Jausenpakete werden zur Verfügung gestellt. Die Wanderung ist in hügeligem Gelände, Wanderschuhe und leichte Regenbekleidung wird empfohlen.

03 Jun

Der Grazer Kunstverein zieht in den Klimanotstand
18:00 // Ort: Klima-Kultur-Pavillon (Freiheitsplatz) Lageplan googlemaps // Diskussion

Künstler: Markus Jeschaunig und Breathe Earth Collective

Im Laufe des Jahres 2020 führt der Grazer Kunstverein in Zusammenarbeit mit Sautter ZT (Advanced Energy Consulting) eine Energieprüfung durch, um festzustellen, wie viel Energie kleine bis mittlere Kunstinstitutionen produzieren und verbrauchen. Die Anzahl der Flüge und die Menge an Wärme und Licht der 500m2 Ausstellungsfläche, die unser Programm jährlich benötigen, gibt Einblick in den CO2-Fußabdruck. Dies ermöglicht es, institutionelle Verantwortung zu übernehmen und die zukünftigen Programme effizienter zu planen. Am 3. 6. um 18 Uhr veranstalten Markus Jeschaunig und das Breathe Earth Collective eine Podiumsdiskussion im Klima-Kultur-Pavillon, in der wir die Ergebnisse der Energieprüfung vorstellen.

08 Jul bis 10 Jul

Der Grazer Kunstverein zieht in den Zwischenraum
// Ort: Online // Workshop

In diesem von Edward Clydesdale Thomson und Ahmad Darkhabani entwickelten Workshop kommen Studierende und Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einem virtuellen Raum zusammen, um Konzepte für den Begriff „Obdach“ und den Bau einer Hütte vor dem Hintergrund zunehmender sozialer Distanz und Isolation zu testen. Von einer Windschutzwand bis zu einem sicheren Asylraum ist jedes Obdach anders, aber kann ein Unterschlupf auch ein Treffpunkt sein? In einem dreitägigen Workshop wird die Gruppe im virtuellen Raum gemeinsam aus ihrer kollektiven Erfahrung einen hybriden Unterschlupf bauen.

Bis zu 20 Personen können an dem Projekt teilnehmen. Interessierte können eine E-Mail an office@grazerkunstverein.org.

24 Jul

Der Grazer Kunstverein zieht in die Buschenschank
// Ort: Ries // Diskussion, Lesung

We Eat The Ones We Love ist eine partizipative Lesegruppe und ein gemeinsames Essen im realen und virtuellen Raum. Diese Veranstaltung befasst sich mit Essen und Tod durch das gemeinsame Lesen und Diskutieren von drei Texten, gefolgt von einem gemeinsamen Mahl. Die eingeladenen Gäste Michelle Darmody (Gradcam) und Mick Wilson (Universität Göteborg) werden das Gespräch gemeinsam mit der Künstlerin Fiona Hallinan moderieren. Sowohl virtuelle als auch Echtzeit-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer erhalten ein maßgeschneidertes Paket, mit dem man an der gemeinsamen Mahlzeit teilnehmen kann. Die virtuellen Gäste erhalten die Pakete im Voraus per Post, die physisch anwesenden Gäste erhalten sie vor Ort.

07 Aug

Der Grazer Kunstverein zieht in einen verlassenen Aufzugsschacht
// Ort: Gösting // Lesung, Klangperformance

Was ist die ideale Stadt? In einem langen Gedicht, das sich mit dieser Frage befasst, versucht Mwanza Mujila, die Stadt seiner Träume oder seine ideale Stadt zu beschreiben. Für ihn könnte dieser innere Ort in Graz oder Prag, Lissabon oder Kinshasa, Johannesburg oder Tokio sein. Mit einer Vielzahl von Architekturen: Westlich, afrikanisch, japanisch und peruanisch, mit neuer Kleidung, neuer Musik, neuen sozialen Beziehungen und Kulissen ist diese Aufführung eine Reflexion über die ideale, utopische Stadt.

Mwanza Mujila wird den Text zusammen mit zwei Musikern aufführen: Patrick Dunst am Saxophon und Grilli Pollheimer am Schlagzeug. Das Trio wird versuchen, den Raum des verlassenen Aufzugsschachts in Gösting zu „besetzen“, um eine Verbindung zwischen ihnen selbst, ihren Körpern, ihren Ideen, den von ihnen erzeugten Geräuschen und dem Raum, in dem sie leben, herzustellen, um zu erfinden, sich neu zu finden oder neu zu interpretieren, mit der Poesie, Musik, Choreografie und Bewegung.

Der Grazer Kunstverein zieht in ein Badezimmer
// Ort: Hilmteich Lageplan googlemaps // Performative Skulptur

Der Grazer Kunstverein wird in einer performativen Skulptur zu mehreren Badezimmern.

Anna Paul interessiert als Künstlerin die historische Erzählung des Badens. Nach einer Reihe von performativen Skulpturen und Interventionen, die sie rund um die Idee des öffentlichen Badens produzierte, fragt Paul, was passieren würde, wenn eine öffentliche Einrichtung wie der Grazer Kunstverein in private Badezimmer ziehen würde. In Mariatrost am malerischen Hilmteich (einem städtischen Teich und Park) wird sie im öffentlichen Raum eine Skulptur zum Thema des privaten Badens installieren und mit Performerinnen und Performern zusammenarbeiten. Anstelle einer öffentlichen partizipativen Veranstaltung, wie sie ursprünglich im Programm des Grazer Kunstvereins vorgesehen war, erörtert Paul den Umgang mit einer Pandemie und das Lernen der neu auferlegten Hygienemaßnahmen.

Paul produziert in einer geschlossenen Veranstaltung am Hilmteich eine Videoarbeit mit Szenarien an ihren Objekten, um Baderoutinen und -gewohnheiten zu analysieren, die normalerweise ein persönlicher und privater Bestandteil des täglichen Rituals eines jeden sind. Auf diese Weise untersucht Paul räumlich Handlungen intimer Privatsphäre in einer öffentlichen Umgebung. Die gewöhnlichen Handlungen des Badens, Waschens und Pflegens werden auch für eine gefilmte Sequenz nachgestellt, Sie untersucht die Choreografie der Körperpflege zu einer Zeit, in der Distanz, persönlicher Raum und Hygiene im Mittelpunkt des Denkens stehen, ebenso wie die Frage danach, wie Menschen öffentlichen Raum nutzen und besetzen.

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Das Kulturjahr 2020 wird unterstützt von: