Daily Rhythms Collective (Daniela Brasil & Nayarí Castillo)

Homeostasis - between Borders and Flows

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#Umwelt und Klima    Bildende Kunst Wissenschaft
Daily Rhythms Collective
Termine

Homeostasis ist der Mechanismus, durch den Organismen oder Systeme das Gleichgewicht erhalten oder bei Bedarf wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. Dieser natürliche Regelmotor zielt darauf ab, ein dynamisches Gleichgewicht aufrechtzuerhalten und gleichzeitig die Wechselbeziehung zwischen allen Teilen, die die natürliche Maschine bilden, nachzuweisen. Dieses Projekt schlägt das Phänomen der Homeostasis als Metapher vor, um die tatsächliche Notwendigkeit der Wiederherstellung des Gleichgewichts innerhalb unserer komplexen Lebensumgebungen – oder der Verflechtungen von individuellen und kollektiven Körpern und Handlungen, menschlichen und nicht-menschlichen, Grenzen und Bewegungen, auf lokaler und globaler Ebene – anzusprechen.

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Zeichnung Homeostasis Daily Rhythms Collective

Der Fokus liegt auf vergessene Orte an den Rändern von Graz, genauer gesagt auf kleine Wälder und Wiesen, die durch Autobahnen durchschnitten werden. Ein Projekt von Daily Rhythms Collective in Kooperation mit dem Afro-Asiatisches Institut, Asfinag, Studio Magic,  Gästen v.a. aus dem Globalen Süden, das die Besonderheiten dieser Mikroökosysteme untersucht. Vor allem die sichtbaren und unsichtbaren Grenzlinien und die Bewegungslinien, die diese Territorien formen, sollen erforscht werden. Aus dieser Untersuchung werden künstlerische Antworten in Form von skulpturalen und performativen Installationen geschaffen.

Zeichnung Homeostasis Daily Rhythms Collective
Zeichnung Homeostasis Daily Rhythms Collective

Ziel von „Homeostasis“ ist es, den Fokus auf restaurative Lernprozesse zu legen, die das anthropozentrische Denken beeinträchtigen und unsere Vorstellungen und unser Verständnis bezüglich Grenzen/nicht-Grenzen erweitern sollen. Das finale Ergebnis soll eine Kollektion der Reflexionen und der physikalischen Experimente in Buchform sein.

Zeichnung Homeostasis Daily Rhythms Collective
Zeichnung Homeostasis Daily Rhythms Collective
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Termine
29 Apr

Artist-in-Residence
19:00 // Ort: Afro-Asiatisches Institut Lageplan googlemaps

Gespräch mit Andrea Acosta (Bogotá/ Berlin)

Andrea Acosta arbeitet vor allem an der Erforschung städtischer Räume und ihre Beziehung zur Natur. Sie reflektiert die Transformation von Materie, Blick und Territorien und schlägt spielerische Wege vor, um Wissen und Erzählungen zu generieren, die unser Verständnis der natürlichen und städtischen Sphären hinterfragen.
27 May

Artist-in-Residence
19:00 // Ort: < rotor > Lageplan googlemaps

Gespräch mit Catherine Grau / EPA - Environmental Performance Agency (New York)

Catherine Graus beschäftigt sich mit der Schaffung von Räumen und „unlearning exercises“ um Formen der Wissensproduktion und soziale Beziehungen innerhalb post-anthropozentrischer Vorstellungen neu zu erstellen bzw. zurückzufordern. Das Kollektiv EPA - Environmental Performance Agency (benannt in Anspielung auf die US-amerikanische Umweltschutzbehörde EPA - Environmental Protection Agency), das sie 2017 mitbegründet hat, möchte ein Umdenken der Begriffe Umwelt, Performance und Agency (im Englischen synonym für Behörde/Handlungskraft) bewirken. Durch künstlerische, soziale und darstellenden Methoden treten sie für alle lebenden Performer ein, die unsere Umwelt mitgestalten, besonders bezogen auf urbane Pflanzen, heimisch oder zugewandert.

In Kooperation mit "Der Viertelpalast & Die Schule des Wir"
von < rotor >
16 Jun

Heilung
16:00 // Ort: Klima-Kultur-Pavillon Lageplan googlemaps

Ritual

Maíra & Pinon Tatuyo, Verteidiger der Erdrechte, Oberer Rio Negro, Amazonas

Durch zeremonielle Lieder und Tänze werden die Häuptlinge der Tatuyo ihre Kosmovision teilen. In der indigenen Weisheit und Tradition sind alle Entitäten verflochten, menschliche und nicht-menschliche Subjekte stehen in Beziehung zueinander. Diese Zeremonie lädt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Überlegung ein, dass diese Formen des Wissens und Seins ein Weg zur Heilung des Planeten sein können.
16 Jun

Brennende Geschichte. Der Amazonas seit der präkolumbianischen Zeiten
17:00 // Ort: Klima-Kultur-Pavillon Lageplan googlemaps

Vortrag von Ramon Barros Baptista, Biologe und Forscher (Nationales Institut für Amazonas-Forschung INPA)

Über den Amazonas wird mehr gemutmaßt als tatsächlich bekannt oder erforscht ist. In den fünf Jahrhunderten der Kolonialisierung wurden 96% der indigenen Bevölkerung ausgelöscht und 30% der ursprünglichen Vegetation verwüstet, der Verlust ist unermesslich und unumkehrbar. Ist es möglich, die Vergangenheit zu verstehen und gleichzeitig eine Zukunft zu suchen? Die Ureinwohnerinnen und Ureinwohner können ein Schlüssel zu dieser Frage sein.
17 Jun

Artist-in-Residence
19:00 // Ort: Afro-Asiatisches Institut Lageplan googlemaps

Gespräch mit Julio Loaiza / Macolla Creativa (Caracas) und Otto Oscar Oscar Hernández (Havana / Weimar)

Julio Loaiza ist Künstler, Pädagoge und Aktivist, der mit Naturfasern und Volksweisheiten arbeitet. Diese Materialien setzt er beim Stricken, Weben und Binden und evoziert durch seine künstlerische Arbeiten Prozesse, in denen sich der Mensch als Teil der Natur versteht. Otto Oscar Oscar Hernández ist Maler und Performer, seine Arbeit erforscht die Konstruktion und Dekonstruktion der eigenen Wahrnehmung der Umwelt, wobei er komplexe innere Landschaften neu rahmt und darstellt.
18 Jun

Körper als Erinnerungsort
19:00 // Ort: Afro-Asiatisches Institut Lageplan googlemaps

Lesung von Fiston Mwanza Mujila (Graz), Ricardo Domeneck (Berlin) und Radna Fabias (Amsterdam)

Die drei Schriftsteller Radna Fabias, Ricardo Domeneck und Fiston Mwanza stammen aus verschiedenen Ursprungsländern. Und doch haben sie viele Gemeinsamkeiten. Sie leben in Europa und schreiben Gedichte, in denen der Körper als Metapher gegen die Unvernunft und die Erosion von Idealen eingesetzt wird. Ihre Körper sind dabei nicht eine Masse aus Fleisch, sondern vielmehr Orte der Wirklichkeit, und gleichzeitig der Fantasie. In der Zusammenschau ihrer individuellen Perspektiven entsteht eine neue Weltkarte, auf der traditionelle Grenzen auseinanderfallen.
24 Jun

Verflechtungen/Entanglements
16:00 // Ort: Afro-Asiatisches Institut Lageplan googlemaps

Ausstellungseröffnung

Als zentraler Teil des Projekts „Homeostasis“ zeigt die Ausstellung „Verflechtungen“ in einem offenen und partizipativen Installationsformat einen Teil des Forschungsprozesses, Ergebnisse der künstlerischen Residenzen, Skizzen, Fotografien und Beiträge der eingeladenen Künstlerinnen und Künstler. Das Ausstellungslabor wird in einem intensiven Co-Creation-Workshop entwickelt. „Verflechtungen“ ist ein vielschichtiges Raumexperiment, das die Beziehungen zwischen den Teilnehmenden, den Objekten und Diskursen des Projekts „Homeostasis“ verwebt und Buen Vivir als Lebensweise hervorhebt, während es indigene und ökologische Themen aus einer dekolonialen Perspektive betrachtet.
25 Jun bis 09 Sep

Verflechtungen/Entanglements
// Ort: Afro-Asiatisches Institut Lageplan googlemaps

Ausstellung

Teilnehmerinnen und Teilnehmende: Andrea Acosta, Ramon Barros, Daniela Brasil, Naila Brasil, Antonio Briceño, Nayarí Castillo, Catherine Grau/ EPA, Otto Oscar Hernández, ILA, Karin Lernbeiss, Julio Loaiza, Consuelo Méndez, Lisa Reiter, Studio Magic, Maíra Tatuyo, Pinon Tatuyo.

Das Kulturjahr 2020 wird unterstützt von: