Hanns Holger Rutz und David Pirrò (Institut für Elektronische Musik und Akustik IEM der Kunstuniversität Graz)

Algorithmische Segmente

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#Digitale Lebenswelten    Bildende Kunst Musik/Klangkunst Wissenschaft
Termine

Internationale Positionen des Digitalen in der bildenden Kunst, Musik und Klangkunst stehen im Mittelpunkt dieses kollaborativen Projekts.

„Algorithmische Segmente“ führt thematisch abgestimmte Events und Grazer Initiativen zusammen und trägt damit zu einer kritischen, ästhetischen Auseinandersetzung mit neuen digitalen Technologien bei. Von Mai bis Juli werden Räume und Teilräume an sechs verschiedenen Orten – vom MUMUTH bis zum Kunsthaus – mit Installationen, Ausstellungen und Interventionen bespielt und mittels App miteinander verbunden. Die App wird den öffentlichen Raum und die jeweils gewählten Wege klanglich artikulieren, erweitern und so interaktive Soundwalks in Form einer „Klangkarte“ schaffen.

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Algorithmische Segmente IEM Pflastersteine

An der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft finden im Rahmen des Projektes auch ein Symposium und von 8. – 10. Juli 2020 die international renommierte Konferenz xCoAx in Graz statt.

Für dieses Projekt kooperieren das Institut für Elektronische Musik und Akustik (IEM) der Universität für Musik und darstellende Kunst, das esc medien kunst labor, der Grazer Kunstverein, Forum Stadtpark, Kunsthaus Graz und der Projektraum Reagenz.

Algorithmische Segmente IEM Pflastersteine
Institut für Elektronische Musik und Akustik IEM Kunstuniversität Graz Sprachlos Algorithmische Segmente
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Termine
08 May

Durchlässige Segmente
19:00 // Ort: Kunsthaus Graz, Stiegenhaus des Eisernen Hauses Lageplan googlemaps

Ausstellungseröffnung, Klanginstallation

Durchlässige Segmente ist eine Klanginstallation an einem ungewöhnlichen Zwischenort—der Stiege des Eisernes Hauses des Kunsthauses, das an den „freundlichen Außerirdischen“ andockt. Vier Künstler*innen horchen mittels Echtzeit-Computeralgorithmen in die Stockwerke hinein, machen sich ein akustisches Bild von den Bewegungen des Besucher*innen und reagieren jeweils auf eigene Weise darauf. Es ist ein poetischer Versuch, über das Verteilte, Fragmentierte und Parallele nachzudenken, indem die Künstler*innen während der Entstehungsphase einerseits unabhängig voneinander arbeiten, sich aber gegenseitig beobachten und befragen und die Geste einer „simultanen Ankunft“ (Sara Ahmed) ausführen. Sie vollziehen einen menschlichen Algorithmus, der von Wiederholungen und Verdopplungen aber nie Identischem geprägt ist. Ziel ist nicht, dass „alles zum gleichen zusammenläuft, sondern ein Zirkulieren, ein gemeinsames Relais bilden, etwas Zurückgeben, Weitergegeben werden“ (Isabelle Stengers).

KünstlerInnen: Ji Youn Kang, David Pirrò, Daniele Pozzi, Hanns Holger Rutz
Partner: Kunsthaus Graz, Algorithms that Matter (KUG – IEM)

09 May bis 12 Jul

Durchlässige Segmente
10:00 // Ort: Kunsthaus Graz Lageplan googlemaps

Ausstellung
Dienstag-Sonntag 10-17 Uhr

Durchlässige Segmente ist eine Klanginstallation an einem ungewöhnlichen Zwischenort—der Stiege des Eisernes Hauses des Kunsthauses, das an den „freundlichen Außerirdischen“ andockt. Vier Künstler*innen horchen mittels Echtzeit-Computeralgorithmen in die Stockwerke hinein, machen sich ein akustisches Bild von den Bewegungen des Besucher*innen und reagieren jeweils auf eigene Weise darauf. Es ist ein poetischer Versuch, über das Verteilte, Fragmentierte und Parallele nachzudenken, indem die Künstler*innen während der Entstehungsphase einerseits unabhängig voneinander arbeiten, sich aber gegenseitig beobachten und befragen und die Geste einer „simultanen Ankunft“ (Sara Ahmed) ausführen. Sie vollziehen einen menschlichen Algorithmus, der von Wiederholungen und Verdopplungen aber nie Identischem geprägt ist. Ziel ist nicht, dass „alles zum gleichen zusammenläuft, sondern ein Zirkulieren, ein gemeinsames Relais bilden, etwas Zurückgeben, Weitergegeben werden“ (Isabelle Stengers).

KünstlerInnen: Ji Youn Kang, David Pirrò, Daniele Pozzi, Hanns Holger Rutz
Partner: Kunsthaus Graz, Algorithms that Matter (KUG – IEM)

10 May

Spazierklänge
14:00 // Ort: Platz der Menschenrechte (Stadtpark) Lageplan googlemaps

Soundwalk (Spaziergang)
Web-App durchgängig aufrufbar 11.5.-12.7.2020

Die verschiedenen Installationsorte der Algorithmischen Segmente werden durch einen Soundwalk von Martin Rumori, Kajetan Enge und Elisabeth Frauscher verbunden. Als Kombination aus Rundgang und Reflexionsangebot leitet die Komposition die Hörenden von Ort zu Ort und konstruiert dabei alternative Übergänge. Ein roter Faden wird aus der Interaktion zwischen Öffentlichkeit, Raum und Hörbildern gesponnen, die mittels Mobiltelefonen lesbar werden.

KünstlerInnen: Martin Rumori, Kajetan Enge, Elisabeth Frauscher
Partner: Forum Stadtpark

10 May

Sprachlos: Eine Unterhaltung mit Samuel Beckett und Morton Feldman am Ende der Geschichte
14:30 // Ort: Forum Stadtpark (Aussenfassade) Lageplan googlemaps

Ausstellungseröffnung

Zwei Server in einem Rechenzentrum am Ende der Geschichte versuchen eine Unterhaltung zwischen dem Komponisten Morton Feldman (†1987) und dem Schriftsteller Samuel Beckett (†1989) herzustellen, die nie stattgefunden hat. Zwei Sprachsynthesizer wurden mit künstlicher Intelligenz auf die Stimmen von Beckett— berüchtigt für seine Weigerung aufgenommen zu werden—und Feldman trainiert. Die Spärlichkeit der Aufnahmen bringen den Algorithmus dazu abstrakte Klänge zu generieren, die Tonfall und Klangfarbe der Stimmen einfangen, er versagt jedoch im Hervorbringen verständlicher Sprache.

Künstler: Jonathan Reus
Partner: Forum Stadtpark, Algorithms that Matter (KUG – IEM)

11 May bis 12 Jul

Sprachlos: Eine Unterhaltung mit Samuel Beckett und Morton Feldman am Ende der Geschichte
11:00 // Ort: Forum Stadtpark (Aussenfassade) Lageplan googlemaps

Ausstellung Klanginstallation (täglich 11-19 Uhr)

Zwei Server in einem Rechenzentrum am Ende der Geschichte versuchen eine Unterhaltung zwischen dem Komponisten Morton Feldman (†1987) und dem Schriftsteller Samuel Beckett (†1989) herzustellen, die nie stattgefunden hat. Zwei Sprachsynthesizer wurden mit künstlicher Intelligenz auf die Stimmen von Beckett— berüchtigt für seine Weigerung aufgenommen zu werden—und Feldman trainiert. Die Spärlichkeit der Aufnahmen bringen den Algorithmus dazu abstrakte Klänge zu generieren, die Tonfall und Klangfarbe der Stimmen einfangen, er versagt jedoch im Hervorbringen verständlicher Sprache.

Künstler: Jonathan Reus
Partner: Forum Stadtpark, Algorithms that Matter (KUG – IEM)

03 Jun

Ein|sickerung
19:00 // Ort: esc medien kunst labor Lageplan googlemaps

Ausstellungseröffnung

Ein|sickerung ist eine Raum-Klanginstallation, die sich mit beharrlichen und unmerklichen Austauschprozessen befasst, bei denen die Oberflächen und Membranen zwischen benachbarten Akteuren und Systemen nicht nur als Formen der Abgrenzung betrachtet werden, sondern als teilweise durchlässige Schichten, durch welche sich Vorstellungen, Signale, Materialien, Licht und Klänge ausbreiten und die Identitäten des Getrennten verschmelzen. Ein transluzenter und sensorischer Raumkörper fungiert als Gefäß für Klangstrukturen, die zwischen zwei vermeintlich opaken Computersystemen hin und her wandern.

Das Projekt ist Teil des EU-Projekts MAST (Master Module in Art, Science and Technology) am Institut für Raumgestaltung der TU Graz und des Parcours Algorithmische Segmente am Institut für Elektronische Musik und Akustik IEM der Kunstuniversität Graz. Dieser Parcours präsentiert im Frühjahr und Sommer 2020 verschiedene Positionen der Klangkunst und digitalen Kunst, verstreut über Galerien und Museen in der Grazer Innenstadt und als Netzwerk verbunden durch einen digitalen Soundwalk für Mobiltelefone. Das Projekt endet mit der Conference on Computation, Communication, Aesthetics & X (xCoAx).

KünstlerInnen: Nayarí Castillo, Franziska Hederer, Xhylferije Kryeziu, David Pirrò, Hanns Holger Rutz, Carolina Silveira, Gaja Znidarsic, Studierende des Master Module in Art, Science and Technology (MAST)
Partner: esc medien kunst labor, Master Module in Art, Science and Technology (MAST), Institut für Raumgestaltung (TU Graz), Algorithms that Matter (KUG – IEM)

04 Jun bis 12 Jul

Ein|sickerung
14:00 // Ort: esc medien kunst labor Lageplan googlemaps

Ausstellung (Dienstag-Freitag 14-19 Uhr)

Ein|sickerung ist eine Raum-Klanginstallation, die sich mit beharrlichen und unmerklichen Austauschprozessen befasst, bei denen die Oberflächen und Membranen zwischen benachbarten Akteuren und Systemen nicht nur als Formen der Abgrenzung betrachtet werden, sondern als teilweise durchlässige Schichten, durch welche sich Vorstellungen, Signale, Materialien, Licht und Klänge ausbreiten und die Identitäten des Getrennten verschmelzen. Ein transluzenter und sensorischer Raumkörper fungiert als Gefäß für Klangstrukturen, die zwischen zwei vermeintlich opaken Computersystemen hin und her wandern.

Das Projekt ist Teil des EU-Projekts MAST (Master Module in Art, Science and Technology) am Institut für Raumgestaltung der TU Graz und des Parcours Algorithmische Segmente am Institut für Elektronische Musik und Akustik IEM der Kunstuniversität Graz. Dieser Parcours präsentiert im Frühjahr und Sommer 2020 verschiedene Positionen der Klangkunst und digitalen Kunst, verstreut über Galerien und Museen in der Grazer Innenstadt und als Netzwerk verbunden durch einen digitalen Soundwalk für Mobiltelefone. Das Projekt endet mit der Conference on Computation, Communication, Aesthetics & X (xCoAx).

KünstlerInnen: Nayarí Castillo, Franziska Hederer, Xhylferije Kryeziu, David Pirrò, Hanns Holger Rutz, Carolina Silveira, Gaja Znidarsic, Studierende des Master Module in Art, Science and Technology (MAST)
Partner: esc medien kunst labor, Master Module in Art, Science and Technology (MAST), Institut für Raumgestaltung (TU Graz), Algorithms that Matter (KUG – IEM)

17 Jun

Schreiben (simultan)
19:00 // Ort: Reagenz - Raum für künstlerische Experimente Lageplan googlemaps

Ausstellungseröffnung/Klanginstallation (die Veranstaltung ist nicht barrierefrei)

Schreiben (simultan) ist eine Klanginstallation, die sich der puren Produktivität und intrinsischen Bewegung eines automatisierten Schreibprozesses widmet. In diesem Prozess überschreibt ein Computer endlos eine Klanggeste, die von einem bereits existierenden „Klangstrom“ wie etwa einem Radiosignal gespeist wird. Dieser Strom wird in seine wesentlichen Teile zerlegt, indem die Aufmerksamkeit ausschließlich auf der akustischen Selbstähnlichkeit ruht, so dass die semantische Ebene in den Hintergrund und der Akt des Verbindens, das Driften und die Simultaneität in den Vordergrund rücken, ebenso wie die materielle Qualität der Klangprojektion auf physische Objekte (Petrischalen).

Künstler: Hanns Holger Rutz
Partner: Reagenz – Verein für künstlerische Experimente, Algorithms that Matter (KUG – IEM)

18 Jun bis 12 Jul

Schreiben (simultan)
14:00 // Ort: Reagenz - Raum für künstlerische Experimente Lageplan googlemaps

Ausstellung/Klanginstallation (Dienstag-Sonntag 14-19 Uhr; der Veranstaltungsort ist nicht barrierefrei)

Schreiben (simultan) ist eine Klanginstallation, die sich der puren Produktivität und intrinsischen Bewegung eines automatisierten Schreibprozesses widmet. In diesem Prozess überschreibt ein Computer endlos eine Klanggeste, die von einem bereits existierenden „Klangstrom“ wie etwa einem Radiosignal gespeist wird. Dieser Strom wird in seine wesentlichen Teile zerlegt, indem die Aufmerksamkeit ausschließlich auf der akustischen Selbstähnlichkeit ruht, so dass die semantische Ebene in den Hintergrund und der Akt des Verbindens, das Driften und die Simultaneität in den Vordergrund rücken, ebenso wie die materielle Qualität der Klangprojektion auf physische Objekte (Petrischalen).

Künstler: Hanns Holger Rutz
Partner: Reagenz – Verein für künstlerische Experimente, Algorithms that Matter (KUG – IEM)

01 Jul

Der Luft zuhören, in Bellona
19:00 // Ort: Reagenz - Raum für künstlerische Experimente Lageplan googlemaps

Ausstellungseröffnung

Während wir Klang in Form von Tonhöhe erfassen, kann er ebenso gut im Sinne von Distanzen verstanden werden. Klänge mit einer Frequenz zwischen 20 und 20.000 Schwingungen pro Sekunde haben eine Wellenlänge im Bereich von 17 Metern bis 17 Millimetern. Meteoriten, die in die Erdatmosphäre eindringen, können Wellen von etwa 800 Metern Länge erzeugen, die um den halben Globus wandern. Wellen von kurzer Länge werden andererseits bereits nach kurzer Zeit durch die Energie zerstreut, die das Zusammenpressen und Auseinanderziehen von Luftmolekülen erfordern. Der Luft zuhören sucht den formgebenden Einfluss von Luftströmen auf diese kurzlebigen Klänge aufzudecken, indem Netzwerke aus Intermodulation und Rückkopplung lang anhaltende Klänge als eine Art von hörbarem Schatten erzeugen.

Künstler: Ron Kuivila
Partner: Reagenz – Verein für künstlerische Experimente, Algorithms that Matter (KUG – IEM)

02 Jul bis 12 Jul

Der Luft zuhören, in Bellona
14:00 // Ort: Reagenz - Raum für künstlerische Experimente Lageplan googlemaps

Ausstellung (Dienstag-Sonntag 14-19 Uhr)

Während wir Klang in Form von Tonhöhe erfassen, kann er ebenso gut im Sinne von Distanzen verstanden werden. Klänge mit einer Frequenz zwischen 20 und 20.000 Schwingungen pro Sekunde haben eine Wellenlänge im Bereich von 17 Metern bis 17 Millimetern. Meteoriten, die in die Erdatmosphäre eindringen, können Wellen von etwa 800 Metern Länge erzeugen, die um den halben Globus wandern. Wellen von kurzer Länge werden andererseits bereits nach kurzer Zeit durch die Energie zerstreut, die das Zusammenpressen und Auseinanderziehen von Luftmolekülen erfordern. Der Luft zuhören sucht den formgebenden Einfluss von Luftströmen auf diese kurzlebigen Klänge aufzudecken, indem Netzwerke aus Intermodulation und Rückkopplung lang anhaltende Klänge als eine Art von hörbarem Schatten erzeugen.

Künstler: Ron Kuivila
Partner: Reagenz – Verein für künstlerische Experimente, Algorithms that Matter (KUG – IEM)

Das Kulturjahr 2020 wird unterstützt von: